Peter Williams
Ich habe ein paar Bilder herausgesucht, die zeigen, wer meine Mutter war. Auf den meisten ist sie draußen – beim Wandern, am See, den Skizzenblock auf den Knien. So habe ich sie als Kind erlebt: nie lange still, immer mit erdigen oder farbverschmierten Händen. Sie hat gemalt und modelliert, solange ich denken kann, und unser Haus war voll von dem, was unter ihren Händen entstanden ist. Eines der Bilder hier ist das, das bei uns über dem Esstisch hing – es hat jeden Sonntag mitgegessen. Sie hat uns rausgeholt, an die Luft, aufs Rad, ins Wasser, ganz gleich bei welchem Wetter. Für Papa war sie der Mittelpunkt, für uns Kinder der feste Boden – und für Bruno der liebste Mensch am anderen Ende der Leine. Dass sie jetzt nicht mehr da ist, muss ich erst noch begreifen. Was bleibt, sind ihre Bilder an den Wänden – und dass sie uns beigebracht hat, die Welt genau anzusehen. Danke, Mama. Für alles.